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Feuerlöscher

Hier erfahren Sie mehr über Brandklassen, Löschmittel sowie über die Anwendung und Wartung von
Feuerlöschern. Zusätzlich stehen Ihnen wichtige Tipps zum richtigen Verhalten im Brandfall zur Verfügung.

Trotz fortschreitender technischer Entwicklungen können Brandgefahren nie komplett ausgeschlossen
werden. Häufig entwickeln sich selbst harmlose Brände zu verheerenden Katastrophen. Aufklärungsarbeit
und ein größeres Verständnis auf diesem Gebiet kann in solchen kritischen Situationen von hoher
Wichtigkeit sein.

Es gibt viele Ursachen für Brände im Haushalt: überhitztes Bratfett, Kurzschlüsse durch defekte
Elektrogeräte oder unbeaufsichtigt brennende Kerzen. Deswegen ist es immer sinnvoll den eigenen
Haushalt mit einem Feuerlöscher zu sichern.

Gesetzliche Grundlage
Betrieblicher Brandschutz

Zurzeit gibt es zahlreiche Gesetze, Normen und Richtlinien, die das Aufstellen von tragbaren Feuerlöschern
regeln. Das wichtigste Kriterium ist dabei, die Brandgefährdung des Objektes. In Betrieben und
brandgefährdeten baulichen Anlagen wird das Aufstellen von Feuerlöschern von den Behörden
vorgeschrieben, deren Anzahl und Art wird dabei von einem kompetenten Fachmann ermittelt.

Häuslicher Brandschutz
Regelungen für Klein–Wohnhausbesitzer spiegeln sich in den folgenden zwei Auszügen wider:

§ 84(5) Für eine Kleingarage ist mindestens ein Handfeuerlöscher mit 6 kg Löschmittelinhalt erforderlich.
(Bis 10 Abstellplätze).
§91 (6) In der Nähe der Zugänge zur Ölfeuerungsanlage sind je nach Lage und Größe der Anlage ein oder
mehrere zur Bekämpfung von Ölbränden geeignete Handfeuerlöscher bereitzustellen.

Obwohl es per Gesetz nicht ausdrücklich vorgeschrieben ist, sollte man immer einen
funktionstüchtigen Feuerlöscher im Haus haben, da mit diesem schlimme Brandkatastrophen verhindern
werden können.

Weitere Informationen zu der Instandhaltung von tragbaren Feuerlöschern nach der neuen
Betriebssicherheitsverordnung finden Sie unter www.feuerwehrshop.de

Brandklassen
Es gibt eine Vielzahl von Feuerlöschern. Entscheidend bei der Auswahl ist die Brandart und die Mittel, die
zum Löschen benötigt werden. Wird das falsche Löschmittel benutzt, kann der Löscheffekt schnell ein
anderer sein und nach hinten losgehen. Die häusliche Fettbrandexplosion, bei der brennendes Öl auf
Wasser trifft, ist ein allseits bekanntes Beispiel.

Nachfolgend erhalten Sie eine Übersicht der vorhandenen Brandklassen:

Klasse Brandart Material
A feste, meist organische, Stoffe;
Glutbildung
Holz, Reifen, Kleidung, Stroh/Heu, Kohle, Papier,
Pappe
B flüssige oder flüssig werdende Stoffe Diesel, Benzin, Fett, Lack, Öle, Teer
C Gase Wasserstoff, Erdgas, Acetylen, Propan
D Metalle Aluminium, Magnesium, Kalium oder Natrium
F Fettbrände heißes Öl

Verschiedene Löschmittel und ihr Einsatz
Wasser ist ein gutes Löschmittel bei Feststoffbränden (Brandklasse A). Zum Löschen von Flüssigkeiten wie
brennendem Fett oder Öl ist es ungeeignet, da Explosionsgefahr besteht.

Schaum ist ein geeignetes Löschmittel für feste und flüssige Brände. Schaum ist für den Wohnbereich
geeignet, da er abbaubar und nicht gesundheitsbedenklich ist. Fettbrände erstickt der Schaum. Bei Alkoholund
Lösungsmittelbränden ist Schaum jedoch nur bedingt einsetzbar.

Pulver ist das Universallöschmittel: Es ist für die Brandklassen A, B und C zugelassen. Deshalb sind
Pulverlöscher oft in Autos oder Heizungskellern zu finden, wo ein Universalschutz notwendig ist. D-Pulver
sind nur für Metallbrände da. Im Privatbereich kommen sie deshalb kaum vor. Der große Nachteil von
Pulverlöschern ist die große Staubentwicklung beim Einsatz. Einrichtungsgegenstände können Schaden
nehmen.

Löschgase (CO2 und Edelgase) sind für Brände der Klasse B zugelassen. Teilweise sind sie auch für die
Brandklasse C tauglich. Da sie keine Rückstände hinterlassen, gelten sie als das sauberste Löschmittel.
Besonders effektiv sind sie bei elektrischen Bränden wie bei Computern oder Fernsehern.

Eine komplette Liste der in der Praxis verwendeteten Löschmittel und die dazugehörigen Treibgase werden
in der folgenden Tabelle dargestellt:

Löschmittel Kenn- buchstabe Treibgas Kenn- buchstabe
Wasser und wässrige Lösung W Luft oder andere Gaseunter Überdruck
im Löschmittelbehälter
L
Schaum S
BC-Pulver P
ABC-Pulver (Glutbrandpulver) PG Gas unter Überdruck in besonderen
Treibgasbehältern
H
D-Pulver (Metallbrandpulver) PM
Kohlendioxid (Kohlenseure) K
Fettbrandlöschmittel  
Halone (halogenierte
Kohlenwasserstoffe) (Seit 1.1. 1994
verboten)
HA Chemische Druckerzeugung nach
Inbetriebsetzung
C

Um eine optimale Funktionsweise eines tragbaren Feuerlöschers gewährleisten zu können, sollte dieser
mindestens alle 2 Jahre vom Fachmann auf die jederzeitige Einsatzbereitschaft hin überprüft werden.
Wichtig ist auch, dass jeder Mitarbeiter im Betrieb oder Zuhause, jedes Familienmitglied über die Standorte
der Feuerlöscher und deren korrekte Bedienung informiert ist.

Fettexplosion:
Der Flammpunkt bei Ölen und Fetten die in einem normalen Haushalt verwendet werden, liegt über 200
Grad. Eine so genannte Fettexplosion entsteht, wenn in über 100 Grad heißes Öl oder Fett Wasser
gegossen wird. Dies geschiet weil das Wasser im Kontakt mit dem Öl explosionsartig verdampft. Somit darf
in einer Pfanne brennendes Öl nie mit Wasser gelöscht werden. Hierfür gibt es spezielle Branddecken, die
im Handel erhältlich sind. Besser geeignet wäre ein trockener Topfdeckel oder ein Feuerlöscher der
Brandklassse F.

Verhalten im Brandfall
1So verhalten Sie sich richtig im Brandfall: Ein Feuer kann plötzlich kommen. Es kommt unerwartet
und aus diesem Grund geraten Menschen bei einerm Feuer schnell in Panik. Die wichtigsten
Verhaltensmaßnahmen sind:

  • Versuchen Sie ruhig zu bleiben. Bewahren Sie einen kühlen Kopf denn Aufregung und Hektik
    machen die Sitation nur schlimmer.
  • Zuerst sollten Sie die Gefahrenzone verlassen und (falls vorhanden) ausgeschilderten Fluchtwegen
    folgen und über Notausgangstüren die Brandzone verlassen.
  • Schließen Sie Türen hinter sich, jedoch ohne abzusperren. Die Feuerwehr muss die Türen sonst
    wieder aufbrechen, um den Brand bekämpfen zu können.
  • Danach rufen Sie die Feuerwehr mit dem Notruf 112. Verständigen Sie die Feuerwehr in jedem Fall,
    auch wenn Sie glauben, den Brand selbst löschen zu können. Andernfalls können wertvolle Minuten
    verloren gehen. Auch die schnelle Feuerwehr braucht ihre Zeit, bis sie da sein kann.
  • Verständigen Sie Mitbewohner im Gebäude oder Passanten. Lösen Sie Feueralarm aus, wenn
    vorhanden. Erst dann helfen Sie anderen, zum Beispiel älteren, kranken oder behinderten
    Menschen.
  • Sie sollten - wenn möglich - versuchen den Brand selbst zu löschen. Gehen Sie dabei niemals ein
    persönliches Risiko ein. Verqualmte Räaume dürfen auf keinen Fall betreten werden, es droht eine
    gefährliche Rauchvergiftung.
  • Im Brandfall dürfen Sie nie einen Lift benutzen. Er könnte stecken bleiben und im schlimmsten Fall
    könnten Sie im Qualm ersticken.
  • Warten Sie vor dem Haus oder an der Brandstelle auf die anrückende Feuerwehr. Trifft diese ein,
    sollten Sie sich durch deutliche Zeichen bemerkbar machen. Die Feuerwehr braucht von Ihnen alle
    Informationen für die Brandbekämpfung.

Als erstes gilt es, den Rauch so früh wie möglich zu entdecken.

  • Rauchmelder sind der Garant für ein frühzeitiges entdecken von Rauchquellen
  • Automatische Brandmelder entdecken nicht nur den Rauch sondern melden diesen auch an
    die Einsatzzentrale weiter.

Das ausbreiten des Rauches verhindern.

  • Die Tür des Raumes im dem es brennt sollte geschlossen werden.
  • Nachdem Sie das Gebäude verlassen haben, schließen Sie auch die Tür zum Treppenhaus.

Direkte Umgebung über den Brand alarmieren.

  • Die Menschen in den benachbarten Räumen müssen benachrichtigt werden. Denken dabei
    besonders an Kinder, kranke oder behinderte Menschen.
  • Falls Sie sich nicht in Gefahr bringen, sollten Sie noch von der Wohnung aus die Feuerwehr anrufen.
    Falls dies nicht möglich ist, holen Sie dies nach Verlassen der Wohnung nach.

2Feuerwehrnotruf: 112
Wer: meldet: eigener Name
Was: brennt: Zimmer, Wohnung, Haus
Wo: brennt es: Ortsteil, Straße, Stockwerk

Das Gebäude verlassen.

  • Velassen Sie das Gebäude schnell und ohne in Panik zu geraten. Da die giftigen Brandgase sich
    immer zuerst unter der Decke des Raumes sammeln, ist es sehr wichtig, das Sie in Bodennähe
    bleiben.
  • Draußen angekommen prüfen Sie ob auch alle Bewohner des Gebäudes in Sicherheit sind.
  • Benachrichtigen Sie Ihre Nachbarn
  • Weisen Sie den eintreffenden Rettungskräfte die richtige Richtung

Was man im Fall eines Brandes nicht machen sollte.

  • Die aktuelle Tätigkeit in Ruhe abschließen.
  • Sich zeitraubend ankleiden und langsam das Gebäude verlassen.
  • Wertgegenstände zusammensuchen und versuchen diese in Sicherheit zu bringen.
  • Ein außer Kontrolle geratenes Feuer selbst bekämpfen.
  • Das Gebäude nach dem Verlassen erneut betreten um Dinge aus dem Haus zu holen

Wie man sich schützen kann.

  • Ihre Wohnung mit Rauchmeldern ausstatten. Die Überlebenschanche wird dadurch eintschiedenen
    verbessert.
  • Ein Notschlüssel sollte in Türnähe deponiert sein.
  • Sie sollten mit Ihrer Familie und Ihren Kollegen ein Verhalten im Ernstfall besprechen

Falls Sie sich in einem fremden Gebäude befinden, sollte Folgendes beachtet werden:

  • Die Fluchtwege schon beim ersten Betreten das Gebäudes einprägen
  • Falls es sich um ein mehrstöckiges Gebäude handelt, fliehen Sie möglichst nach unten ins
    Erdgeschoss.
  • Am Treppengeländer festhalten und darauf achten, dass in Panik geratene Menschen keine
    Rücksicht auf andere Menschen nehmen.
  • Falls ein Aufzug im Gebäude vorhanden ist, benutzen Sie diesen auf keinen Fall.
  • Falls Sie den Raum, in dem Sie sich befinden, nicht mehr verlassen können, versuchen Sie die Tür
    mit nassen Laken oder Handtücher zu verdichten. Somit kann Rauch nicht ungehindert in den Raum
    dringen

Druckerzeugung
Nach der Art der Druckerzeugung unterscheidet man folgende Feuerlöscher:

Aufladelöscher
Aufladelöscher bestehen aus zwei Behältern, dem Löschmittelbehälter und Treibgasbehälter. Kommt es
beispielsweise durch die Öffnung eines Ventils zur Vermischung der Stoffe, wird der Löschmittelbehälter
unter Druck gesetzt. Man spricht dann davon, dass der Löscher aufgeladen ist. Es gibt Aufladelöscher mit
außerhalb oder innerhalb angebrachter Treibgasflasche. Diese Löscher gibt es für Wasser, Schaum, Pulver,
als vorgemischte Lösung oder als Kartusche mit Schaumkonzentrat.

Dauerdrucklöscher (Permanentlöscher)
Bei Dauerdrucklöschern sind Löschmittel und Treibgas im Gegensatz zu Aufladelöschern zusammen in
einem Behälter. So funktionieren Dauerdrucklöscher: Das im Löschmittelbehälter enthaltene Treibgas
(Stickstoff oder Kohlenstoffdioxid) drückt permanent auf das Löschmittel. Betätigt man das Schalthebelventil,
strömt das Löschmittel über ein Steigrohr, den Auswurfschlauch und die Auswurfdüse aus dem Löscher. Der
technische Aufwand bei dieser Art von Feuerlöschern ist klein. Sie sind deshalb günstig. Der Nachteil ist der
Dauerdruck. Besteht ein kleines Leck, kann das Treibgas entweichen und der Löscher so unbemerkt
funktionsuntüchtig werden. Dauerdrucklöscher gibt es für die Löschmittel Wasser, Schaum und Pulver.

Gaslöscher
Eine andere Art der Speicherung von Druck sind Gaslöscher. Bei ihnen ist das Löschmittel Kohlendioxid
gleichzeitig Treibmittel.

Anwendung - so löschen Sie richtig mit dem Feuerlöscher

  • Den Löschstrahl sollten Sie niemals gegen die Windrichtung einsetzen, sondern immer mit dem
    Wind. Versuchen Sie das Löschmittel von unten an den Brand zu bekommen.
  • Feuerlöscher sollten nie probeweise betätigt werden. Außerdem sollten sie nie wahllos Flammen
    löschen. Besser ist es, das Löschmittel bedacht einzusetzen und Reserven für eine Rückentzündung
    bereitzuhalten.
  • Es ist sinnlos, große Brände mit nur einem Feuerlöscher anzugehen. Sinnvoll hingegen ist es mit
    mehreren Personen und Feuerlöschern vorzugehen. Auch großes Feuerlöschgerät ist brauchbar.
  • Brennen Flüssigkeiten sollten Sie immer flächendeckend und nicht mittels einem scharfen
    Löschstrahls löschen.
  • Haben Sie einen Löscher einmal entsichert, sollten sie ihn nicht an seinen ursprünglichen
    Aufbewahrungsort zurückstellen, sondern ihn mit Origignalersatzteilen wieder neu ausrüsten lassen.

Das sollten Sie bei einem Personenbrand beachten: Zum Löschen von brennenden Menschen sollte ein
Feuerlöscher verwendet werden und keine Löschdecke. Brennende Menschen sind oft panisch. Der
Löschende sollte deshalb versuchen Ruhe zu bewahren und auch versuchen die brennende Person zu
beruhigen. Die zu löschende Person sollte Augen und Mund schließen. Der erste Löschstoß ist auf Brust
und Schulter zu richten, um Hals und Kopf vor den Flammen zu schützen. Danach wird der Löschstrahl
weiter nach unten und zu den Seiten geführt.

Spezielle Feuerlöscher fürs Auto
Immer wieder sind nach Verkehrsunfällen Personen eingeklemmt während das Unfallfahrzeug zu brennen
beginnt. Hier kann das schnelle Löschen des aufkeimenden Feuers überlebenswichtig sein.
Generell sollte jeder Autofahrer einen Feuerlöscher an Bord haben. Im Falle eines Einsatzes bezahlt die
Versicherung des Unfallverursachers die Instandsetzung des Löschers. Dazu muss man der Polizei die
Adresse hinterlassen.

Autofeuerlöscher sind bei Feuerlöscher-Vertretern, im Autofachmarkt oder in Baumärkten zu kaufen. Für das
Auto eignet sich ein ABC-Pulverlöscher (siehe Artikel zu den Brandarten) am besten, da er die meisten
Brände löschen kann. Bei den verwendeten Materialien in Autos ist dies sehr zu empfehlen.
Achtung: 6-Kilo-Dauerdrucklöscher (ABC-Pulver) sind oftmals günstiger als 2-Kilo-Autofeuerlöscher
(Dauerdrucklöscher, ABC-Pulver). Wer also genug Platz frei hat, sollte einen 6-Kilo-Löscher kaufen. Im Falle
eines Unfalls kann es auf jeden Tropfen oder jedes Pulverkörnchen ankommen. Zuverlässiger und günstiger
in der Wartung, ist der Patronen-Aufladelöscher. Sein Anschaffungspreis ist aber deutlich höher.

Das sollten Sie bei einem Autobrand beachten:

  • Autos explodieren nicht!
  • Zuerst sollten die Unfallopfer geborgen werden. Geht dies nicht, müssen die Scheiben
    eingeschlagen werden, damit die Eingeklemmten Luft bekommen
  • Die Motorhaube sollte nur ein klein wenig geöffnet werden. Vorsicht: Sie kann schon sehr heiß sein.
  • Löschen immer nur aus naher Distanz und mit kontrollierten Stößen. Bei 2-Kilo-Löschern kann der
    Behälter schon nach wenigen Sekunden leer sein.
  • Sparsam löschen und wenn möglich einen Rest aufheben. Manchmal entzünden sich Brände
    plötzlich wieder neu

Wartung von Feuerlöscher
Bei der Wartung von Löschern muss man zwischen Dauerdruck- und Aufladefeuerlöschern unterscheiden:

A. Dauerdrucklöscher müssen alle vier Jahre neu aufgefüllt werden und sollten hierauf kontrolliert werden:

  1. Allgemeiner Zustand, Sauberkeit und Beschriftung des Feuerlöschers und Kennzeichnung des
    Behälters.
  2. Betriebsdruck prüfen. Bei Druckverlust den Feuerlöscher öffnen und die komplette Innenprüfung
    durchführen. Armatur mit Betätigungseinrichtung und Schlauch sowie Feuerlöscherbehälter
    äußerlich auf Beschädigungen und Mängel unter-suchen.
  3. Feuerlöscher druckentlasten, Schlauch abschrauben und Behälter öffnen. Druckbeaufschlagte Teile,
    Funktionsteile, nach den Hersteller angaben reinigen, prüfen und gegebenenfalls auswechseln.
    Dann die Dichtflächen und -kegel prüfen. Kanäle und Leitungen für Feuerlöschmittel/Treibmittel auf
    freien Durchgang prüfen.
  4. Feuerlöschmittel entnehmen und kontrollieren (Identität, Beschaffenheit, Weiterverwendbarkeit,
    Menge) und wenn nötig erneuern. Vollständig entleerten Behälter außen und innen auf
    Beschädigungen und Mängel (Beulen, Korrosion, Gewindeschäden) untersuchen.
  5. Feuerlöschmittel wieder einfüllen, Dichtringe erneuern, Armatur einsetzen, Feuerlöscher
    verschließen, über Füllanschluß mit Stickstoff beaufschlagen und Betriebsüberdruck wieder
    herstellen. Anschließend Dichtigkeitskontrolle durch-führen.
  6. Funktionsbereitschaft des Feuerlöschers wiederherstellen. Instandhaltungs-nachweis anbringen.
    Feuerlöscherhalterung kontrollieren.

B. Aufladefeuerlöscher sollten hierauf kontrolliert werden:

  1. Allgemeinen Zustand, Sauberkeit und Beschriftung des Feuerlöschers kontrol-lieren. Den Schlauch
    demontieren, Behälter öffnen und Armatur abschrauben.
  2. Löschmittelbehälter vollständig entleeren. Feuerlöschmittel kontrollieren (Identität, Beschaffenheit,
    Weiterverwendbarkeit, Menge) und erforderlichenfalls erneuern.
  3. Löschmittelbehälter innen und außen auf sicherheitsrelevante Beschädigungen und Mängel (Beulen
    und Dellen, Korrosion, Gewindeschäden) überprüfen. Armatur reinigen und demontieren,
    anschließend untersuchen (Gewindeschäden, Risse, Druckentlastungseinrichtungen).
  4. Schlauch und gegebenenfalls Löschpistole kontrollieren. Kanäle und Leitungen für Feuerlösch- und
    Treibmittel auf freien Durchgang prüfen. Betätigungseinrichtung und Sicherheitsventil - wenn
    vorhanden - auf Funktionstüchtigkeit kontrollieren.
  5. CO 2-Treibgaspatrone auf Beschädigung kontrollieren, wiegen, bei Unter- oder Überfüllung
    austauschen. Armatur montieren (Dichtringe erneuern), Sicherung plombieren und Treibgaspatrone
    anschrauben.
  6. Funktionsbereitschaft des Feuerlöschers wiederherstellen. Hierzu Feuerlöschmittel einfüllen,
    Armatur einsetzen, Feuerlöscher verschließen und sichern, Schlauch montieren.
    lnstandhaltungsnachweis anbringen. Feuerlöscherhalterung kontrollieren.

3Richtlinien zur Instandhaltung von Feuerlöschgeräten
Eine Zusammenfassung der Richtlinien für die Instandhaltung von Feuerlöschern sowie eine
Checkliste mit den wichtigsten Punkten, die vom Füll-und Prüfdienste zu beachten sind,
www.feuerwehrshop.de

Was kostet eine Feuerlöscherprüfung?
Im häuslichen oder privaten Bereich wird die Feuerlöscherprüfung in der Regel alle zwei Jahre durchgeführt.
Sie ist jedoch nicht vorgeschrieben. Es ist aber empfehlenswert, damit der Feuerlöscher im Notfall
einsatzbereit ist. In Betrieben muss der Feuerlöscher alle zwei Jahre geprüft werden.

Teilweise kostet die Füllung zweimal soviel, wie der Neupreis. Dabei handelt es sich meist um billige
Produkte aus Asien. Die Preise für eine Feuerlöscherprüfung hängen immer vom jeweiligen Feuerlöscher ab.
Sie liegen meistens zwischen zehn und 50 Euro. Die konkreten Preise sind im Fachbetrieb nachfragbar.
Aufladefeuerlöscher sind in der Wartung billiger als Druckfeuerlöscher, weil Druckfeuerlöscher nur im Betrieb
mit einer speziellen Stickstoff-Füllanlage geprüft werden müssen. Zudem dauert diese Art der Prüfung
länger. Eine Stunde Arbeitszeit ist dafür nötig.

Einige Experten empfehlen wegen der teils hohen Preise bei der Wiederbefüllung gleich einen neuen
Feuerlöscher zu kaufen.

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